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KONTAKT Mail: info@handinhandforcats.de
ADRESSE Hand in Hand for Cats e.V. Tanja Mathoul Richrather Str. 13 40591 Düsseldorf
Leider existiert in vielen menschlichen Köpfen immer noch die Mär, dass alle Katzen Einzelkatzen bzw. Einzelgänger sind. Dem ist nicht so.  Katzen sind soziale Tiere, die den Umgang mit Artgenossen hegen und pflegen. Katzen putzen sich gegenseitig, kuscheln und spielen miteinander. Sie fressen oft Kopf an Kopf und leisten sich Gesellschaft, während ihre Besitzer nicht da sind. Selbst wenn nicht alle Katzen zusammen in einem Bettchen schlafen und auch nicht oft oder gar nicht zusammen kuscheln, profitieren sie von der freundlichen Koexistenz eines Artgenossen. Freigänger, die eigentlich in den Revieren miteinander konkurrieren, bilden oft Freundschaften mit anderen Katzen, wo eine die andere zu gemeinsamen Streifzügen durch das Revier abholt. Gerade Wohnungskatzen, deren Halter täglich länger als 8 Stunden aus dem Haus sind, brauchen Katzengesellschaft. In Einzelhaltung werden sie spätestens dann einsam und traurig, wenn ihre Besitzer bei der Arbeit sind. Die Haltung von zwei oder mehr gut harmonierenden Samtpfoten ist deshalb einfach artgerechter. Jede Katze geht anders mit der Situation der Einzelhaltung um. Manche leiden still vor sich hin und kapitulieren schlicht. Für den Halter schaut alles normal aus. Er hat eine ruhige, liebe und in der Regel übergewichtige (Frustfressen aus Einsamkeit) Katze, die viel schläft und sehr pflegeleicht erscheint. Evtl. wundert er sich, dass seine Katze immer weniger auf Spielaufforderungen und auch immer weniger auf ihn reagiert. Hier leidet das Tier hochgradig an Einsamkeit und Unterforderung. Andere Katzen wollen sich nicht mit ihrer Situation abfinden und sind schlicht nervig. Sie suchen extremen Kontakt zu ihren Menschen und sind ständig präsent. Andere wiederum kratzen an der Einrichtung, werden aggressiv oder sogar unsauber. Woher kommt die Mär, dass Katzen Einzelgänger sind? Sicherlich, weil Katzen Einzeljäger sind, und das Verhalten unserer Wohnungskatzen mit denen von Wildkatzen oder einigen Großwildkatzen vergleichen wird. Fakt ist: Katzen aller Art gehen ihrem Jagdtrieb gerne alleine nach. Das hat jedoch nichts mit ihrem sozialen Verhalten untereinander außerhalb des Jagdtriebes zu tun. Selbst verwilderte Katzen schließen sich häufig zu Gruppen zusammen. Katzen, die alleine gehalten werden, sind mehr auf den Menschen bezogen? Ja. Aber mal ehrlich, haben sie eine Wahl? Ihre einzige Unterhaltung ist ihr Mensch. Hat er keine Zeit für sie, darf die Mieze zusehen, wie sie sich selbst beschäftigt. In der Regel verbringt sie dösend die Zeit, bis ihr Mensch Zeit für sie hat. Nicht nur Vollzeit berufstätig, sondern auch viele Hobbys und einen voller privater Terminkalender, ist die denkbar schlechteste Kombination für das Tier, das alleine sein Dasein in einer Wohnung fristen muss. Einzelkatzen sind die Ausnahmen Natürlich gibt es Einzelkatzen. Manche Vierbeiner sind weniger auf das soziale Zusammenleben geprägt als andere. Wenn Katzen zu früh von ihrer Katzenmutter getrennt wurden, sodass ihnen die wichtige Zeit fehlt, in der sie noch mit ihren Geschwistern gespielt, gejagt und herumgetobt hätten, kann es sein, dass ihnen später Artgenossen nicht so wichtig sind. Wenn Katzen zu lange als Einzelkatzen von Menschen gehalten wurden, verlernen sie schlicht den Umgang mit ihrem Artgenossen und tun sich bei einer Vergesellschaftung dann sehr schwer.  Hält man Katzen sehr lange allein, kann es sein, dass man ihnen die Chance auf ein artgerechtes Zusammenleben für immer nimmt. Wenn Katzen auf der Straße gelebt haben und lernen mussten, sich gegen andere zu behaupten, sei es durch Kampf oder durch Dominanzverhalten, ist es auch möglich, dass sie das später auch nicht mehr oder nur sehr schwer ablegen und viel Zeit brauchen, um hier zu einem normalen Katzenverhalten zurück zu finden. Katzen, die wirklich als Einzelgänger geboren werden, kommen selten vor. Gerade Kitten brauchen Artgenossen in ihrem Alter, mit denen sie toben, raufen, spielen und sich ausprobieren können. Hier werden für das spätere Leben Grenzen ausgetestet und gesetzt ,und es wird auf spielerische Art und Weise Sozialverhalten gelernt. Domestikation und Verhalten Um die heutigen Sozialstrukturen von Katzen zu verstehen, muss man sich bei den Ahnen unserer Katzen umsehen. Die Familie der Katzen teilt sich in Großkatzen und Kleinkatzen auf. Die wilde Stammform unserer Katzen ist die Falbkatze/Wildkatze. Diese wurde vor ca. 9000 Jahren im Vorderen Orient zur Urahnin unserer Hauskatzen. So sehr sich die diversen Katzenarten in ihren äußerlichen Merkmalen unterscheiden, so vielfältig sind auch ihre Sozialstrukturen und ihr Sozialverhalten innerhalb der Familie der Katzen - z.B. große Löwenrudel oder einzelgängerischere Tiger. Wenn man mehr über das Verhalten unserer Hauskatzen herausfinden möchte, sollte man einen Blick auf die Domestizierung der Katze werfen Im Zuge der Domestizierung veränderten sich sowohl Aussehen als auch Verhalten der Katze durch künstliche Auslese (mehr oder minder gezielte Zucht seitens des Menschen). Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass weniger scheue Wildkatzen die Nähe zu menschlichen Behausungen als Vorteil für sich entdeckten und so zu den ersten Hauskatzen wurden. Wahrscheinlich nutzten sie den Vorteil, relativ einfach Nagetiere, die durch die Getreidevorräte für den Menschen zur Plage wurden, am Rande von menschlichen Siedlungen erbeuten zu können. Parallel erkannten die Menschen den Zusammenhang zwischen Anwesenheit der Katze und Minderung der Mäuseplage. Deshalb wurden wahrscheinlich vor allem Katzenwelpen eingefangen und mit Menschen sozialisiert. Diese halbzahmen Katzen blieben noch näher beim Menschen, hielten die Nagetierpopulation noch niedriger und verpaarten sich mit anderen zahmen Katzen. Zu dem Zeitpunkt wurden Katzen nicht nur als Mäusetöter gehalten, sondern sie wurden auch als Nahrungsquelle verwendet. Nach und nach veränderte sich der Stellenwert der Katzen, und sie wurden immer mehr zu einem nützlichen oder auch geliebten Haustier. Unabhängig davon, ob Katzen wild leben oder gezähmt zusammen mit dem Menschen, sie leben in unterschiedlich strukturierten Gruppen, je nach Umweltsituation. Gerade in südlichen Ländern kann man immer wieder Katzengruppen beobachten, die in einer Art Rudel leben. Aber auch bei uns finden sich diese Katzenrudel. Studien zu Streunerpopulationen belegten, dass Katzen unter sich ein Familienleben mit ausgeprägtem Sozialverhalten führen. Dieser Umstand war jedoch für viele lange Zeit nicht relevant, da Katzen für die Nahrungssuche nicht abhängig von Artgenossen sind und meist alleine jagen. Ein weiterer Beweis dafür, dass Katzen hochsoziale Lebewesen sind, sind seit Jahren unzählige funktionierende Mehr-Katzen-Haushalte, wo Katzen enge Freundschaften eingehen und ohne Sozialpartner einen wesentlichen Wohlfühlbestandteil nicht erleben könnten (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Die Sozialisierung der Katze, ein wichtiger Punkt im Umgang mit Artgenossen und Mensch. Junge Katzen brauchen für ihre Sozialisierung unbedingt andere Katzen und auch mehr Zeit als bisher angenommen bei ihrer Mutter (keine Abgabe unter 12 Wochen, vorzugsweise ab 14 Wochen).  Bei mangelndem oder fehlendem Kontakt mit der Mutterkatze und seinen Geschwistern in der Aufzuchtsphase ist die Entwicklung des Katzenkindes problematisch. Es kann hyperaktiv werden, asozial, unfähig zu normalem sozialen Verhalten Katzen und Menschen gegenüber. Da die Möglichkeit, mit einem Artgenossen zu interagieren, wesentlich zum Wohlbefinden von Katzen beitragen kann, ist fast immer von einer Einzelhaltung abzuraten. Ein weiterer wichtiger Einfluss auf das Verhalten von Katze zu Menschen ist die wichtige Sozialisierungsphase mit den Menschen in den ersten Lebenswochen der Katzenwelpen. Die Zeit ist prägend für das Verhalten. Fehlt der Kontakt zu Menschen als Kitten, ist dieser schwer wieder aufzuholen. Bei einem gut sozialisierten Kitten, das von Kindesbeinen an einen positiven Kontakt zu Menschen und auch zu Artgenossen hatte, stehen die Chancen bestens, einen verspielten, sozialen und verschmusten Stubentiger zu bekommen. Haltungsformen: Hier gibt es zwei grundlegende Unterschiede in der Haltungsform: ausschließliche Wohnungshaltung oder die Möglichkeit für die Katze, nach Lust und Laune Freigang zu haben. Hat die Katze Freigang, sind Sozialkontakte meist durch Nachbarskatzen gegeben. Nicht alle davon laufen natürlich friedlich ab. Jedoch ist die katzengemäße Beschäftigung gesichert, wenn Wald, Bäume und Wiesen zur Verfügung stehen. Selbstverständlich sollte man vom Freigang absehen, wenn eine stark befahrene Straße in der Nähe ist. Katzen in Wohnungshaltung sind neben dem Menschen und den Artgenossen auf die in der Wohnung verfügbaren Ressourcen angewiesen. Die Wohnung muss also so katzenfreundlich wie möglich gestaltet werden. Verschiedene Ebenen, die durch Catwalks noch abwechslungsreicher gestaltet werden können, erhöhte Liegeplätze, Höhlen aus Karton, Kratzbretter, hohe Klettersäulen aus Naturholz oder Sisal- und Spielmöglichkeiten und Beschäftigung mit einem Artgenossen und/oder Menschen. Es ist im Sinne der Tiere, zumindest zwei Katzen aufzunehmen. Katzencharaktere könnten vielfältiger kaum sein: Die Bandbreite reicht von quirlig und verspielt bis hin zu gemütlich und verschmust, mit allen Graustufen dazwischen, selbstverständlich auch abhängig vom Alter. So sozial Katzen auch sind: Sie können auch das Gegenteil beweisen, wenn sie nicht zueinander passen.  Charakter, Temperament, Typ und Alter spielen dabei eine wichtige Rolle. Hierzu haben wir bereits einen Artikel „ Wer passt zu wem“ in dieser Rubrik eingestellt Tendenziell ist es eine gute Idee, wenn man weder Katzenerfahrung, noch Erfahrung in Vergesellschaftung von Katzen hat, sich von Anfang an zwei Kitten anzuschaffen, die sich schon im Wurf besonders gut verstanden haben. Oder im Tierschutz nach zwei Katzen zu suchen, die sich schon auf der Pflegestelle gut verstanden haben. Außerdem geben gute Pflegestellen auch Ratschläge, wer zu wem passen könnte. Erfahrene Katzenhalter, die schon mehrere Vergesellschaftungen hinter sich haben, kennen ihr „Rudel“ daheim meist sehr gut und können selbst recht gut abschätzen, wer zu den bereits vorhanden Katzen passen könnte.
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Leider existiert in vielen menschlichen Köpfen immer noch die Mär, dass alle Katzen Einzelkatzen bzw. Einzelgänger sind. Dem ist nicht so.  Katzen sind soziale Tiere, die den Umgang mit Artgenossen hegen und pflegen. Katzen putzen sich gegenseitig, kuscheln und spielen miteinander. Sie fressen oft Kopf an Kopf und leisten sich Gesellschaft, während ihre Besitzer nicht da sind. Selbst wenn nicht alle Katzen zusammen in einem Bettchen schlafen und auch nicht oft oder gar nicht zusammen kuscheln, profitieren sie von der freundlichen Koexistenz eines Artgenossen. Freigänger, die eigentlich in den Revieren miteinander konkurrieren, bilden oft Freundschaften mit anderen Katzen, wo eine die andere zu gemeinsamen Streifzügen durch das Revier abholt. Gerade Wohnungskatzen, deren Halter täglich länger als 8 Stunden aus dem Haus sind, brauchen Katzengesellschaft. In Einzelhaltung werden sie spätestens dann einsam und traurig, wenn ihre Besitzer bei der Arbeit sind. Die Haltung von zwei oder mehr gut harmonierenden Samtpfoten ist deshalb einfach artgerechter. Jede Katze geht anders mit der Situation der Einzelhaltung um. Manche leiden still vor sich hin und kapitulieren schlicht. Für den Halter schaut alles normal aus. Er hat eine ruhige, liebe und in der Regel übergewichtige (Frustfressen aus Einsamkeit) Katze, die viel schläft und sehr pflegeleicht erscheint. Evtl. wundert er sich, dass seine Katze immer weniger auf Spielaufforderungen und auch immer weniger auf ihn reagiert. Hier leidet das Tier hochgradig an Einsamkeit und Unterforderung. Andere Katzen wollen sich nicht mit ihrer Situation abfinden und sind schlicht nervig. Sie suchen extremen Kontakt zu ihren Menschen und sind ständig präsent. Andere wiederum kratzen an der Einrichtung, werden aggressiv oder sogar unsauber. Woher kommt die Mär, dass Katzen Einzelgänger sind? Sicherlich, weil Katzen Einzeljäger sind, und das Verhalten unserer Wohnungskatzen mit denen von Wildkatzen oder einigen Großwildkatzen vergleichen wird. Fakt ist: Katzen aller Art gehen ihrem Jagdtrieb gerne alleine nach. Das hat jedoch nichts mit ihrem sozialen Verhalten untereinander außerhalb des Jagdtriebes zu tun. Selbst verwilderte Katzen schließen sich häufig zu Gruppen zusammen. Katzen, die alleine gehalten werden, sind mehr auf den Menschen bezogen? Ja. Aber mal ehrlich, haben sie eine Wahl? Ihre einzige Unterhaltung ist ihr Mensch. Hat er keine Zeit für sie, darf die Mieze zusehen, wie sie sich selbst beschäftigt. In der Regel verbringt sie dösend die Zeit, bis ihr Mensch Zeit für sie hat. Nicht nur Vollzeit berufstätig, sondern auch viele Hobbys und einen voller privater Terminkalender, ist die denkbar schlechteste Kombination für das Tier, das alleine sein Dasein in einer Wohnung fristen muss. Einzelkatzen sind die Ausnahmen Natürlich gibt es Einzelkatzen. Manche Vierbeiner sind weniger auf das soziale Zusammenleben geprägt als andere. Wenn Katzen zu früh von ihrer Katzenmutter getrennt wurden, sodass ihnen die wichtige Zeit fehlt, in der sie noch mit ihren Geschwistern gespielt, gejagt und herumgetobt hätten, kann es sein, dass ihnen später Artgenossen nicht so wichtig sind. Wenn Katzen zu lange als Einzelkatzen von Menschen gehalten wurden, verlernen sie schlicht den Umgang mit ihrem Artgenossen und tun sich bei einer Vergesellschaftung dann sehr schwer.  Hält man Katzen sehr lange allein, kann es sein, dass man ihnen die Chance auf ein artgerechtes Zusammenleben für immer nimmt. Wenn Katzen auf der Straße gelebt haben und lernen mussten, sich gegen andere zu behaupten, sei es durch Kampf oder durch Dominanzverhalten, ist es auch möglich, dass sie das später auch nicht mehr oder nur sehr schwer ablegen und viel Zeit brauchen, um hier zu einem normalen Katzenverhalten zurück zu finden. Katzen, die wirklich als Einzelgänger geboren werden, kommen selten vor. Gerade Kitten brauchen Artgenossen in ihrem Alter, mit denen sie toben, raufen, spielen und sich ausprobieren können. Hier werden für das spätere Leben Grenzen ausgetestet und gesetzt ,und es wird auf spielerische Art und Weise Sozialverhalten gelernt. Domestikation und Verhalten Um die heutigen Sozialstrukturen von Katzen zu verstehen, muss man sich bei den Ahnen unserer Katzen umsehen. Die Familie der Katzen teilt sich in Großkatzen und Kleinkatzen auf. Die wilde Stammform unserer Katzen ist die Falbkatze/Wildkatze. Diese wurde vor ca. 9000 Jahren im Vorderen Orient zur Urahnin unserer Hauskatzen. So sehr sich die diversen Katzenarten in ihren äußerlichen Merkmalen unterscheiden, so vielfältig sind auch ihre Sozialstrukturen und ihr Sozialverhalten innerhalb der Familie der Katzen - z.B. große Löwenrudel oder einzelgängerischere Tiger. Wenn man mehr über das Verhalten unserer Hauskatzen herausfinden möchte, sollte man einen Blick auf die Domestizierung der Katze werfen Im Zuge der Domestizierung veränderten sich sowohl Aussehen als auch Verhalten der Katze durch künstliche Auslese (mehr oder minder gezielte Zucht seitens des Menschen). Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass weniger scheue Wildkatzen die Nähe zu menschlichen Behausungen als Vorteil für sich entdeckten und so zu den ersten Hauskatzen wurden. Wahrscheinlich nutzten sie den Vorteil, relativ einfach Nagetiere, die durch die Getreidevorräte für den Menschen zur Plage wurden, am Rande von menschlichen Siedlungen erbeuten zu können. Parallel erkannten die Menschen den Zusammenhang zwischen Anwesenheit der Katze und Minderung der Mäuseplage. Deshalb wurden wahrscheinlich vor allem Katzenwelpen eingefangen und mit Menschen sozialisiert. Diese halbzahmen Katzen blieben noch näher beim Menschen, hielten die Nagetierpopulation noch niedriger und verpaarten sich mit anderen zahmen Katzen. Zu dem Zeitpunkt wurden Katzen nicht nur als Mäusetöter gehalten, sondern sie wurden auch als Nahrungsquelle verwendet. Nach und nach veränderte sich der Stellenwert der Katzen, und sie wurden immer mehr zu einem nützlichen oder auch geliebten Haustier. Unabhängig davon, ob Katzen wild leben oder gezähmt zusammen mit dem Menschen, sie leben in unterschiedlich strukturierten Gruppen, je nach Umweltsituation. Gerade in südlichen Ländern kann man immer wieder Katzengruppen beobachten, die in einer Art Rudel leben. Aber auch bei uns finden sich diese Katzenrudel. Studien zu Streunerpopulationen belegten, dass Katzen unter sich ein Familienleben mit ausgeprägtem Sozialverhalten führen. Dieser Umstand war jedoch für viele lange Zeit nicht relevant, da Katzen für die Nahrungssuche nicht abhängig von Artgenossen sind und meist alleine jagen. Ein weiterer Beweis dafür, dass Katzen hochsoziale Lebewesen sind, sind seit Jahren unzählige funktionierende Mehr-Katzen-Haushalte, wo Katzen enge Freundschaften eingehen und ohne Sozialpartner einen wesentlichen Wohlfühlbestandteil nicht erleben könnten (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Die Sozialisierung der Katze, ein wichtiger Punkt im Umgang mit Artgenossen und Mensch. Junge Katzen brauchen für ihre Sozialisierung unbedingt andere Katzen und auch mehr Zeit als bisher angenommen bei ihrer Mutter (keine Abgabe unter 12 Wochen, vorzugsweise ab 14 Wochen).  Bei mangelndem oder fehlendem Kontakt mit der Mutterkatze und seinen Geschwistern in der Aufzuchtsphase ist die Entwicklung des Katzenkindes problematisch. Es kann hyperaktiv werden, asozial, unfähig zu normalem sozialen Verhalten Katzen und Menschen gegenüber. Da die Möglichkeit, mit einem Artgenossen zu interagieren, wesentlich zum Wohlbefinden von Katzen beitragen kann, ist fast immer von einer Einzelhaltung abzuraten. Ein weiterer wichtiger Einfluss auf das Verhalten von Katze zu Menschen ist die wichtige Sozialisierungsphase mit den Menschen in den ersten Lebenswochen der Katzenwelpen. Die Zeit ist prägend für das Verhalten. Fehlt der Kontakt zu Menschen als Kitten, ist dieser schwer wieder aufzuholen. Bei einem gut sozialisierten Kitten, das von Kindesbeinen an einen positiven Kontakt zu Menschen und auch zu Artgenossen hatte, stehen die Chancen bestens, einen verspielten, sozialen und verschmusten Stubentiger zu bekommen. Haltungsformen: Hier gibt es zwei grundlegende Unterschiede in der Haltungsform: ausschließliche Wohnungshaltung oder die Möglichkeit für die Katze, nach Lust und Laune Freigang zu haben. Hat die Katze Freigang, sind Sozialkontakte meist durch Nachbarskatzen gegeben. Nicht alle davon laufen natürlich friedlich ab. Jedoch ist die katzengemäße Beschäftigung gesichert, wenn Wald, Bäume und Wiesen zur Verfügung stehen. Selbstverständlich sollte man vom Freigang absehen, wenn eine stark befahrene Straße in der Nähe ist. Katzen in Wohnungshaltung sind neben dem Menschen und den Artgenossen auf die in der Wohnung verfügbaren Ressourcen angewiesen. Die Wohnung muss also so katzenfreundlich wie möglich gestaltet werden. Verschiedene Ebenen, die durch Catwalks noch abwechslungsreicher gestaltet werden können, erhöhte Liegeplätze, Höhlen aus Karton, Kratzbretter, hohe Klettersäulen aus Naturholz oder Sisal- und Spielmöglichkeiten und Beschäftigung mit einem Artgenossen und/oder Menschen. Es ist im Sinne der Tiere, zumindest zwei Katzen aufzunehmen. Katzencharaktere könnten vielfältiger kaum sein: Die Bandbreite reicht von quirlig und verspielt bis hin zu gemütlich und verschmust, mit allen Graustufen dazwischen, selbstverständlich auch abhängig vom Alter. So sozial Katzen auch sind: Sie können auch das Gegenteil beweisen, wenn sie nicht zueinander passen.  Charakter, Temperament, Typ und Alter spielen dabei eine wichtige Rolle. Hierzu haben wir bereits einen Artikel „ Wer passt zu wem“ in dieser Rubrik eingestellt Tendenziell ist es eine gute Idee, wenn man weder Katzenerfahrung, noch Erfahrung in Vergesellschaftung von Katzen hat, sich von Anfang an zwei Kitten anzuschaffen, die sich schon im Wurf besonders gut verstanden haben. Oder im Tierschutz nach zwei Katzen zu suchen, die sich schon auf der Pflegestelle gut verstanden haben. Außerdem geben gute Pflegestellen auch Ratschläge, wer zu wem passen könnte. Erfahrene Katzenhalter, die schon mehrere Vergesellschaftungen hinter sich haben, kennen ihr „Rudel“ daheim meist sehr gut und können selbst recht gut abschätzen, wer zu den bereits vorhanden Katzen passen könnte.
Hand in Hand for Cats e.V.
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