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KONTAKT Mail: info@handinhandforcats.de
ADRESSE Hand in Hand for Cats e.V. Tanja Mathoul Richrather Str. 13 40591 Düsseldorf
Giardien - was steckt hinter der Diagnose „Giardose"? Fast schon kommt es einem so vor, als hätten wir es mit einer neuen Seuche zu tun,einer sehr gefährlichen, bei der man sofort das Tier behandeln muss. Aber damit nicht genug, auch die Wohnung muss desinfiziert werden, flächendeckend dampfgestrahlt, und den eigenen Garten sollte man doch bitte direkt mit abfackeln – das zumindest wurde von Tierärzten schon so empfohlen. Doch was steckt wirklich dahinter? Was sind Giardien? Giardien sind keine Würmer, sondern einzellige Lebewesen. Sie leben im Darm, dringen aber dabei nicht in das Gewebe ein, sondern vermehren sich auf derDarmschleimhaut. Wenn es zu viele werden, kann es zu Durchfall kommen. Wer hat Giardien? Giardien gibt es schon sehr lange, und nicht nur Hunde haben sie, sondern auch Vögel, Reptilien und Menschen, ja sogar Fliegen gelten als Überträger. Wir leben also schon lange mit ihnen und das meist auch völlig problemlos. Bei Hunden vermutet man, dass jeder Zweite Giardienträger ist, bei Katzen wird das nicht viel anders sein. Wie kommt es zu Durchfall? Wenn Giardien sich stark vermehren, kann es zu (schleimigem, manchmal auch blutigem) Durchfall, seltener auch Erbrechen, kommen. Das hat hauptsächlich zwei Ursachen. Die eine ist eine Schwächung des Immunsystems, sei es durch Stress, Umzug, Besitzerwechsel oder auch nach Impfungen. Gerade bei Katzen aus dem Tierschutz kommt hier oft alles auf einmal zusammen. Die andere Ursache für eine übermäßige Vermehrung ist die „Fütterung der Giardien" mit Stärke. Und die ist z.B. in jedem Trockenfutter, auch in den getreidefreien. Denn ohne Stärke kann einTrockenfutter gar nicht hergestellt werden, andernfalls würde es auseinander fallen. Giardientest - Sinn oder Unsinn? Um den Giardien auf die Schliche zu kommen, hat sich die Schulmedizin etwas einfallen lassen, nämlich Giardientests. Dabei zeigt die normale Untersuchung auf Parasiten im Kot Giardien nur dann an, wenn sie auch aktiv sind, das heißt also nicht zwangsläufig giardienfrei. Umgekehrt zeigt der Antigen-Test auf Giardien diese auch dann an, wenn sie abgestorben sind, das heißt also nicht zwangsläufig Giardienbefall. Diese Tests bringen nur eines – nämlich den Laboren Geld - und vor allem den Tierärzten, denn die haben dann sofort die entsprechenden Mittel bereit. Wenn meine Katze Durchfall hat, sollte ich durchaus etwas unternehmen, und wenn sie keine Probleme hat, dann sollte ich sie auch in Ruhe lassen. Was tun bei Giardienbefall? Wenn die Katze keine Symptome hat – gar nichts! Wenn die Katze Durchfall hat? Der Tierarzt gibt dann Panacur. Von meiner Erfahrung als Tierheilpraktikerin her ist das zwar teuer, aber nicht sehr effizient. Sollte Ihr Tier bisher keinen Durchfall gehabt haben, durch Panacur bekommt es ihn meistens. Dann folgt als zweite Stufe Metronidazol. Metronidazol ist ein Antibiotikum, das als potentiell leber- und Nierengiftig gilt. Es kann zu Lähmungen der Gliedmaßen führen, um nur mal einige Nebenwirkungen aufzuzählen. Und da es als Antibiotikum auch die nützlichen Bakterien gleich mit abtötet, ist dann die Darmflora so weit zerstört, dass sich Giardien, sollten sie jemals weggegangen sein, umso leichter wieder ansiedeln. Und da Giardien weit verbreitet sind, passiert das auch sehr schnell. Also raten die Tierärzte, dass man alles desinfizieren sollte. Dabei sind die handelsüblichen Desinfektionsmittel nicht ausreichend wirksam, und auch das Chlor, mit dem viele Tierarztpraxen desinfiziert werden, kommt nicht gegen die Giardien an. Trotzdem wird Ihnen nun geraten, alles abzukochen, dampfzustrahlen und den Garten abzufackeln. Aber dann müsste man auch die darüber fliegenden Vögel abschießen, die wiederum in ihrem Kot auch Giardien haben könnten. Einen Vernichtungs-Krieg gegen Giardien anzufangen, ist von vornherein sinnlos. Und das weiß Ihr Tierarzt auch, oder fackelt er seine Praxis ab, nachdem Sie da waren? Lassen Sie besser sofort alle stärkehaltigen Futtermittel weg, also die Etiketten auf Getreide, Kartoffeln, Reis, pflanzliche Proteine (meist Soja) etc. überprüfen. Probieren Sie aus, ob die Katze Schafskäse mag, aber den echten Feta aus Schafsmilch, nicht den aus Kuhlmilch. Der hilft dem Darm, sich im Kampf gegen die Giardien zu stärken. Geben Sie ca. zwei- bis dreimal am Tag einen halben Teelöffel, die meisten Katzen mögen das sehr gerne. Wichtig bei Durchfall ist, dass die Katzen nicht zuviel Flüssigkeit verlieren, eventuell etwas Katzenmilch anbieten. Und stärken Sie das Immunsystem, wozu es viele verschiedene Mittel gibt. Vielleicht kochen Sie auch mal ein ganzes Huhn ab, lösen es von den Knochen und verfüttern es mit der Brühe. Gerade die Gelatine aus Knorpel und Knochen ist sehr Darm beruhigend.  Sollte das den Durchfall noch nicht stoppen, gibt es auch pflanzliche Präparate, die Helfen, die Darmflora zu stabilisieren und damit die Giardienanzahl wieder herunterzufahren. Und vor allem, lassen Sie sich nicht verrückt machen. Fazit: Giardien sind in etwa wie Herpesviren beim Menschen: Wenn man sie einmal hat, wird man sie in der Regel auch nicht mehr los. Dabei kommt es auf ein gesundes und stabiles Immunsystem, eine gute Darmflora und eine artgerechte Fütterung an. Dann gibt es auch keine Probleme mit ihnen, und wir können, wie schon seit Jahrhunderten, ungestört mit ihnen leben. Die ganze Panikmache ist letztlich - wie so oft - leider eine Geldmache – auf Kosten der Gesundheit unserer Tiere. © copyright - Martina Kamp / Tierheilpraktikerin für Hunde & Katzen www.tierheilpraktiker-euskirchen.de
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Giardien - was steckt hinter der Diagnose „Giardose"? Fast schon kommt es einem so vor, als hätten wir es mit einer neuen Seuche zu tun,einer sehr gefährlichen, bei der man sofort das Tier behandeln muss. Aber damit nicht genug, auch die Wohnung muss desinfiziert werden, flächendeckend dampfgestrahlt, und den eigenen Garten sollte man doch bitte direkt mit abfackeln – das zumindest wurde von Tierärzten schon so empfohlen. Doch was steckt wirklich dahinter? Was sind Giardien? Giardien sind keine Würmer, sondern einzellige Lebewesen. Sie leben im Darm, dringen aber dabei nicht in das Gewebe ein, sondern vermehren sich auf derDarmschleimhaut. Wenn es zu viele werden, kann es zu Durchfall kommen. Wer hat Giardien? Giardien gibt es schon sehr lange, und nicht nur Hunde haben sie, sondern auch Vögel, Reptilien und Menschen, ja sogar Fliegen gelten als Überträger. Wir leben also schon lange mit ihnen und das meist auch völlig problemlos. Bei Hunden vermutet man, dass jeder Zweite Giardienträger ist, bei Katzen wird das nicht viel anders sein. Wie kommt es zu Durchfall? Wenn Giardien sich stark vermehren, kann es zu (schleimigem, manchmal auch blutigem) Durchfall, seltener auch Erbrechen, kommen. Das hat hauptsächlich zwei Ursachen. Die eine ist eine Schwächung des Immunsystems, sei es durch Stress, Umzug, Besitzerwechsel oder auch nach Impfungen. Gerade bei Katzen aus dem Tierschutz kommt hier oft alles auf einmal zusammen. Die andere Ursache für eine übermäßige Vermehrung ist die „Fütterung der Giardien" mit Stärke. Und die ist z.B. in jedem Trockenfutter, auch in den getreidefreien. Denn ohne Stärke kann einTrockenfutter gar nicht hergestellt werden, andernfalls würde es auseinander fallen. Giardientest - Sinn oder Unsinn? Um den Giardien auf die Schliche zu kommen, hat sich die Schulmedizin etwas einfallen lassen, nämlich Giardientests. Dabei zeigt die normale Untersuchung auf Parasiten im Kot Giardien nur dann an, wenn sie auch aktiv sind, das heißt also nicht zwangsläufig giardienfrei. Umgekehrt zeigt der Antigen-Test auf Giardien diese auch dann an, wenn sie abgestorben sind, das heißt also nicht zwangsläufig Giardienbefall. Diese Tests bringen nur eines – nämlich den Laboren Geld - und vor allem den Tierärzten, denn die haben dann sofort die entsprechenden Mittel bereit. Wenn meine Katze Durchfall hat, sollte ich durchaus etwas unternehmen, und wenn sie keine Probleme hat, dann sollte ich sie auch in Ruhe lassen. Was tun bei Giardienbefall? Wenn die Katze keine Symptome hat – gar nichts! Wenn die Katze Durchfall hat? Der Tierarzt gibt dann Panacur. Von meiner Erfahrung als Tierheilpraktikerin her ist das zwar teuer, aber nicht sehr effizient. Sollte Ihr Tier bisher keinen Durchfall gehabt haben, durch Panacur bekommt es ihn meistens. Dann folgt als zweite Stufe Metronidazol. Metronidazol ist ein Antibiotikum, das als potentiell leber- und Nierengiftig gilt. Es kann zu Lähmungen der Gliedmaßen führen, um nur mal einige Nebenwirkungen aufzuzählen. Und da es als Antibiotikum auch die nützlichen Bakterien gleich mit abtötet, ist dann die Darmflora so weit zerstört, dass sich Giardien, sollten sie jemals weggegangen sein, umso leichter wieder ansiedeln. Und da Giardien weit verbreitet sind, passiert das auch sehr schnell. Also raten die Tierärzte, dass man alles desinfizieren sollte. Dabei sind die handelsüblichen Desinfektionsmittel nicht ausreichend wirksam, und auch das Chlor, mit dem viele Tierarztpraxen desinfiziert werden, kommt nicht gegen die Giardien an. Trotzdem wird Ihnen nun geraten, alles abzukochen, dampfzustrahlen und den Garten abzufackeln. Aber dann müsste man auch die darüber fliegenden Vögel abschießen, die wiederum in ihrem Kot auch Giardien haben könnten. Einen Vernichtungs-Krieg gegen Giardien anzufangen, ist von vornherein sinnlos. Und das weiß Ihr Tierarzt auch, oder fackelt er seine Praxis ab, nachdem Sie da waren? Lassen Sie besser sofort alle stärkehaltigen Futtermittel weg, also die Etiketten auf Getreide, Kartoffeln, Reis, pflanzliche Proteine (meist Soja) etc. überprüfen. Probieren Sie aus, ob die Katze Schafskäse mag, aber den echten Feta aus Schafsmilch, nicht den aus Kuhlmilch. Der hilft dem Darm, sich im Kampf gegen die Giardien zu stärken. Geben Sie ca. zwei- bis dreimal am Tag einen halben Teelöffel, die meisten Katzen mögen das sehr gerne. Wichtig bei Durchfall ist, dass die Katzen nicht zuviel Flüssigkeit verlieren, eventuell etwas Katzenmilch anbieten. Und stärken Sie das Immunsystem, wozu es viele verschiedene Mittel gibt. Vielleicht kochen Sie auch mal ein ganzes Huhn ab, lösen es von den Knochen und verfüttern es mit der Brühe. Gerade die Gelatine aus Knorpel und Knochen ist sehr Darm beruhigend.  Sollte das den Durchfall noch nicht stoppen, gibt es auch pflanzliche Präparate, die Helfen, die Darmflora zu stabilisieren und damit die Giardienanzahl wieder herunterzufahren. Und vor allem, lassen Sie sich nicht verrückt machen. Fazit: Giardien sind in etwa wie Herpesviren beim Menschen: Wenn man sie einmal hat, wird man sie in der Regel auch nicht mehr los. Dabei kommt es auf ein gesundes und stabiles Immunsystem, eine gute Darmflora und eine artgerechte Fütterung an. Dann gibt es auch keine Probleme mit ihnen, und wir können, wie schon seit Jahrhunderten, ungestört mit ihnen leben. Die ganze Panikmache ist letztlich - wie so oft - leider eine Geldmache – auf Kosten der Gesundheit unserer Tiere. © copyright - Martina Kamp / Tierheilpraktikerin für Hunde & Katzen www.tierheilpraktiker-euskirchen.de
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